Der praktische Leitfaden für die richtige Wahl
Blogger/Blogspot vs. WordPress: Diese Frage stellen sich viele, die einen Blog oder eine Website starten möchten. Beide Plattformen ermöglichen es, Inhalte online zu veröffentlichen. Sie unterscheiden sich jedoch grundlegend in Funktionsumfang, Flexibilität und Zukunftssicherheit.
WordPress betreibt laut W3Techs über 43 Prozent aller Websites weltweit. Blogspot hingegen hat stark an Bedeutung verloren und wird heute hauptsächlich für private Hobby-Blogs genutzt. In diesem Artikel erfahren Sie, worin sich die Plattformen unterscheiden und welche für Ihr Projekt die richtige ist.
Das Wichtigste in Kürze
- Blogspot ist komplett kostenlos: Sie erhalten Hosting und eine Subdomain von Google, haben aber eingeschränkte Gestaltungsmöglichkeiten und wenig Kontrolle.
- WordPress ist ebenfalls kostenlos: Kosten entstehen durch Hosting und Domain, dafür erhalten Sie volle Kontrolle und unbegrenzte Erweiterungsmöglichkeiten.
- SEO-Vorteil bei WordPress: Eine eigene Domain wird von Google als autoritativer eingestuft als eine Blogspot-Subdomain.
- Blogspot eignet sich für Hobby-Blogger: Wer privat und ohne geschäftliche Ambitionen bloggen möchte, findet hier einen einfachen Einstieg.
- WordPress eignet sich für professionelle Projekte: Selbstständige, Unternehmen und alle mit Wachstumsambitionen sind mit WordPress besser beraten.
- Persönliche Beratung: Jetzt unverbindlich anfragen und Ihr Projekt besprechen.
Was ist Blogspot und was ist WordPress?
Bevor wir in den Vergleich einsteigen, klären wir zunächst die Begriffe. Denn gerade bei Blogspot sorgen zwei Namen häufig für Verwirrung.
Blogger und Blogspot: Zwei Namen, ein Dienst
Blogger und Blogspot bezeichnen denselben Dienst von Google. Der Unterschied liegt in der Funktion: Blogger.com ist die Verwaltungsoberfläche, über die Sie sich anmelden und Ihren Blog bearbeiten. Blogspot.com ist der Domain-Anbieter. Wenn Sie einen Blog erstellen, erhalten Sie automatisch eine Adresse wie meinblog.blogspot.com.
Im weiteren Artikel verwenden wir „Blogspot“ als Synonym für beide Begriffe. Wenn es um die Verwaltung geht, sprechen wir von Blogger.com.
Blogspot wurde 1999 gegründet und 2003 von Google übernommen. Die Plattform war in den 2000er-Jahren sehr beliebt und half vielen Menschen, ihren ersten Blog zu starten. Heute hat Blogspot an Bedeutung verloren. Die Plattform wird weiterhin betrieben, aber kaum noch weiterentwickelt.
WordPress: Vom Blog-Tool zum Marktführer
WordPress startete 2003 ebenfalls als reine Blogging-Software. Seitdem hat sich die Plattform zum weltweit führenden Content-Management-System entwickelt. Laut Statista nutzen über 63 Prozent aller Websites mit CMS WordPress.
Der Erfolg hat mehrere Gründe: WordPress ist Open Source und damit kostenlos nutzbar. Die Software lässt sich durch Themes und Plugins nahezu unbegrenzt erweitern. Und eine riesige Community sorgt für kontinuierliche Weiterentwicklung und Support.
WordPress.com vs. WordPress.org: Ein wichtiger Unterschied
Bei WordPress gibt es zwei Varianten, die oft verwechselt werden:
WordPress.org ist die Open-Source-Software, die Sie kostenlos herunterladen und auf einem eigenen Hosting-Server installieren. Sie haben volle Kontrolle über Design, Funktionen und Daten. Die meisten professionellen WordPress-Websites nutzen diese Variante.
WordPress.com ist ein Hosting-Dienst der Firma Automattic. Ähnlich wie bei Blogspot erhalten Sie hier eine Subdomain und eingeschränkte Funktionen. Die kostenlose Version ist mit Blogspot vergleichbar. Erst mit kostenpflichtigen Tarifen erhalten Sie mehr Möglichkeiten.
In diesem Vergleich beziehen wir uns auf WordPress.org, also die selbst gehostete Variante. Diese bietet die größten Vorteile gegenüber Blogspot.
Der direkte Vergleich: Blogspot vs. WordPress
Kosten und Einstieg
Blogspot ist komplett kostenlos. Sie benötigen lediglich ein Google-Konto. Innerhalb weniger Minuten können Sie Ihren ersten Beitrag veröffentlichen. Hosting und Subdomain sind inklusive. Optional können Sie eine eigene Domain kaufen und mit Blogspot verbinden.
WordPress als Software ist ebenfalls kostenlos. Die Kosten entstehen durch Hosting und Domain. Für einen einfachen Blog müssen Sie mit etwa 5 bis 15 Euro pro Monat rechnen. Dafür erhalten Sie eine eigene Domain wie meinunternehmen.de und professionelle E-Mail-Adressen.
Der Einstieg bei WordPress erfordert etwas mehr Aufwand. Sie müssen einen Hosting-Anbieter wählen, WordPress installieren und ein Theme einrichten. Viele Hoster bieten jedoch eine Ein-Klick-Installation an, die den Prozess vereinfacht.
Bedienung und Lernkurve
Blogspot ist bewusst einfach gehalten. Die Oberfläche auf Blogger.com ist übersichtlich und intuitiv. Sie können sofort Texte schreiben, Bilder einfügen und Beiträge veröffentlichen. Für einfache Blogs reichen die Funktionen vollkommen aus.
WordPress bietet mehr Möglichkeiten, erfordert aber auch mehr Einarbeitung. Der Block-Editor ermöglicht flexible Seitengestaltung. Themes und Plugins erweitern die Funktionen, müssen aber verstanden und konfiguriert werden. Die Lernkurve ist steiler, aber die Investition lohnt sich.
Design und Anpassungsmöglichkeiten
Blogspot bietet eine begrenzte Auswahl an Designvorlagen. Sie können Farben, Schriften und das Layout anpassen, stoßen aber schnell an Grenzen. Individuelle Designs erfordern HTML- und CSS-Kenntnisse. Viele Blogspot-Blogs sehen dadurch ähnlich aus.
WordPress bietet tausende kostenlose und kostenpflichtige Themes. Mit Page-Buildern wie Elementor können Sie Layouts per Drag-and-Drop erstellen. Die Anpassungsmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Vom einfachen Blog bis zur komplexen Unternehmenswebsite ist alles möglich.
Funktionen und Erweiterungen
Blogspot bietet grundlegende Blog-Funktionen: Beiträge erstellen, Kommentare verwalten, Statistiken einsehen. Es gibt einige „Gadgets“ für zusätzliche Funktionen wie Kontaktformulare oder Social-Media-Buttons. Die Auswahl ist jedoch begrenzt und stammt ausschließlich von Google.
WordPress verfügt über mehr als 60.000 Plugins. Diese erweitern die Funktionen um SEO-Tools, Kontaktformulare, Newsletter-Anmeldungen, Buchungssysteme und vieles mehr. Mit WooCommerce können Sie sogar einen vollwertigen Onlineshop betreiben. Bei Blogspot ist das nicht möglich.
SEO und Sichtbarkeit bei Google
Blogspot hatte früher einen Vorteil: Blogs profitierten von der hohen Domain-Autorität der Hauptdomain blogspot.com. Dieser Effekt ist seit Jahren nicht mehr gegeben. Google behandelt Subdomains heute als eigenständige Websites. Eine Blogspot-Subdomain startet ohne Autorität und muss sich diese erst aufbauen.
Hinzu kommt: Eine Adresse wie meinunternehmen.blogspot.com wirkt unprofessionell. Potenzielle Kunden könnten das als Zeichen mangelnder Seriosität werten. Für geschäftliche Zwecke ist das ein echtes Hindernis.
WordPress mit eigener Domain bietet deutlich bessere SEO-Voraussetzungen. Sie können URLs, Meta-Beschreibungen und Seitenstruktur frei gestalten. Plugins wie Yoast SEO oder Rank Math unterstützen bei der Optimierung. Die eigene Domain baut langfristig Autorität auf und stärkt Ihre Marke.
Sicherheit und Wartung
Blogspot ist hier im Vorteil: Google kümmert sich um Sicherheit, Updates und Server-Wartung. Als proprietäre Plattform bietet Blogspot weniger Angriffsfläche für Hacker. Sie müssen sich um nichts kümmern und können sich auf das Schreiben konzentrieren.
WordPress erfordert mehr Eigenverantwortung. Die Core-Installation ist sehr sicher und wird regelmäßig aktualisiert. Schwachstellen entstehen meist durch veraltete oder schlecht programmierte Plugins und Themes. Mit einigen Grundregeln minimieren Sie das Risiko:
- Installieren Sie nur Plugins, die Sie wirklich benötigen
- Nutzen Sie ausschließlich vertrauenswürdige Quellen
- Führen Sie Updates zeitnah durch
- Erstellen Sie regelmäßige Backups
Wer diese Aufgaben nicht selbst übernehmen möchte, kann einen Wartungsvertrag mit einer Agentur abschließen. Bei Lia Design übernehmen wir für unsere Kunden die regelmäßigen Updates und Sicherheitsprüfungen. So können Sie sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren.
Vergleichstabelle: Blogspot vs. WordPress
| Kriterium | Blogspot/Blogger | WordPress (selbst gehostet) |
|---|---|---|
| Kosten | Kostenlos | Ab ca. 5 Euro/Monat für Hosting + Domain |
| Einstieg | Sehr einfach | Etwas Einarbeitung nötig |
| Eigene Domain | Optional (extra Kosten) | Inklusive |
| Designvorlagen | Begrenzte Auswahl | Tausende Themes verfügbar |
| Erweiterungen | Wenige Gadgets | Über 60.000 Plugins |
| SEO-Möglichkeiten | Eingeschränkt | Umfangreich |
| E-Commerce | Nicht möglich | Vollständig mit WooCommerce |
| Sicherheit | Von Google verwaltet | Eigenverantwortung |
| Datenkontrolle | Bei Google | Bei Ihnen |
| Zukunftssicherheit | Ungewiss | Hoch |
Für wen eignet sich welche Plattform?
Wann Blogspot ausreicht
Blogspot ist eine solide Wahl, wenn Sie:
- Ein privates Tagebuch oder Hobby-Blog führen möchten
- Keine geschäftlichen Ambitionen haben
- Kein Budget für Hosting ausgeben können oder wollen
- Technischen Aufwand komplett vermeiden möchten
- Schnell und ohne Vorkenntnisse starten wollen
Für den privaten Gebrauch erfüllt Blogspot seinen Zweck. Sie können Gedanken teilen, Reiseerlebnisse dokumentieren oder ein Familien-Blog führen. Solange Sie keine Einnahmen erzielen oder eine professionelle Außenwirkung benötigen, ist Blogspot eine pragmatische Lösung.
Typische Blogspot-Anwendungsfälle
Blogspot eignet sich für persönliche Projekte ohne kommerzielle Absicht: Reisetagebücher, Hobby-Blogs, Familienchroniken oder kreative Schreibprojekte. Auch als Testumgebung zum Ausprobieren kann Blogspot dienen. Sobald ein Projekt wächst oder professioneller werden soll, stoßen Sie jedoch schnell an Grenzen.
Wann WordPress die bessere Wahl ist
Für professionelle Projekte führt kaum ein Weg an WordPress vorbei. WordPress ist die richtige Wahl, wenn Sie:
- Als Selbstständiger oder Unternehmer auftreten
- Kunden gewinnen und Vertrauen aufbauen möchten
- Bei Google gefunden werden wollen
- Ihre Website später erweitern möchten
- Einen Onlineshop integrieren könnten
- Volle Kontrolle über Design und Funktionen benötigen
- Langfristig in Ihre Online-Präsenz investieren
Mit WordPress erstellen Sie nicht nur einen Blog, sondern eine vollwertige Website. Sie können Leistungsseiten, Referenzen und Kontaktformulare einbinden. Ihr Corporate Design lässt sich konsequent umsetzen. Und wenn Ihr Unternehmen wächst, wächst Ihre Website mit.
"Viele Gründerinnen starten mit einer kostenlosen Lösung wie Blogspot. Das kann am Anfang funktionieren, stößt aber schnell an Grenzen. Wer von Anfang an auf WordPress setzt, spart sich später den Umzug und baut von Beginn an eine solide Basis auf."
Anna Liebel, Grafikdesignerin
Bei Lia Design in München erstellen wir WordPress-Websites, die nicht nur gut aussehen, sondern auch technisch sauber umgesetzt sind. So haben Sie eine Plattform, die mit Ihrem Unternehmen wachsen kann.
Von Blogspot zu WordPress wechseln
Falls Sie bereits einen Blogspot-Blog betreiben und über einen Wechsel nachdenken: Das ist möglich. WordPress bietet eine Import-Funktion für Blogger/Blogspot. Ihre Beiträge, Kommentare und Bilder können übertragen werden.
Allerdings ist ein Umzug mit Aufwand verbunden. URLs ändern sich, Weiterleitungen müssen eingerichtet werden, und das Design muss neu erstellt werden. Je länger Sie Blogspot nutzen, desto aufwändiger wird die Migration.
Wenn Sie einen professionellen Webauftritt planen, lohnt es sich daher, von Anfang an auf WordPress zu setzen. Sie sparen sich den späteren Umzug und bauen von Beginn an SEO-Autorität auf Ihrer eigenen Domain auf.
Die Entscheidung liegt bei Ihren Zielen
Blogspot und WordPress haben beide ihre Berechtigung. Für private Hobby-Projekte ohne geschäftlichen Anspruch ist Blogspot eine einfache und kostenlose Lösung. Für alle, die professionell auftreten, Kunden gewinnen oder ihr Business online sichtbar machen möchten, ist WordPress die bessere Wahl.
Die Investition in Hosting und Domain zahlt sich langfristig aus: bessere SEO-Chancen, professionelle Außenwirkung und unbegrenzte Erweiterungsmöglichkeiten. Mit der richtigen Unterstützung ist der Einstieg in WordPress einfacher als gedacht.
Sie möchten eine WordPress-Website, die zu Ihrem Unternehmen passt? Wir unterstützen Sie gerne bei Konzept, Design und Umsetzung.
Häufige Fragen
Blogspot existiert noch und wird von Google weiterhin betrieben. Die Plattform wird allerdings kaum noch weiterentwickelt und hat stark an Popularität verloren. Für private Hobby-Blogs funktioniert Blogspot nach wie vor. Für professionelle Projekte oder geschäftliche Websites gilt die Plattform jedoch als veraltet. Die eingeschränkten Funktionen, begrenzten SEO-Möglichkeiten und die unprofessionelle Subdomain sprechen gegen einen Einsatz im Business-Kontext.
Ja, ein Umzug von Blogspot zu WordPress ist möglich. WordPress bietet eine integrierte Import-Funktion, mit der Sie Beiträge, Kommentare und Bilder übertragen können. Allerdings ist der Prozess mit Aufwand verbunden. URLs ändern sich, sodass Sie Weiterleitungen einrichten müssen. Das Design muss komplett neu erstellt werden. Je mehr Inhalte Ihr Blog hat, desto komplexer wird die Migration. Planen Sie ausreichend Zeit ein oder beauftragen Sie einen Dienstleister.
Blogspot ist komplett kostenlos. Bei WordPress entstehen Kosten für Hosting und Domain. Für einen einfachen Blog beginnen die Kosten bei etwa 5 bis 15 Euro pro Monat. Professionelle Themes oder Premium-Plugins können zusätzlich kosten, sind aber optional. Die Investition lohnt sich: Sie erhalten eine eigene Domain, bessere SEO-Möglichkeiten und volle Kontrolle über Ihre Website. Viele Hosting-Anbieter bieten zudem Einsteiger-Pakete mit WordPress-Installation an.
WordPress bietet deutlich bessere SEO-Möglichkeiten als Blogspot. Mit Plugins wie Yoast SEO, SEOpress oder Rank Math können Sie Meta-Beschreibungen, URLs und Seitenstruktur optimieren. Die eigene Domain baut langfristig Autorität bei Google auf. Bei Blogspot sind die SEO-Einstellungen begrenzt. Zudem wirkt eine Blogspot-Subdomain weniger professionell und wird von Google als weniger autoritativ eingestuft als eine eigene Domain.
Mit Blogspot ist ein Onlineshop nicht möglich. Die Plattform bietet keine E-Commerce-Funktionen. Sie können zwar externe Zahlungslinks einbinden, aber keine Produkte verwalten oder Bestellungen abwickeln. WordPress hingegen lässt sich mit WooCommerce zu einem vollwertigen Onlineshop erweitern. Sie können Produkte anlegen, Zahlungen abwickeln, Versand verwalten und Bestellungen bearbeiten. Für E-Commerce ist WordPress daher die einzige sinnvolle Wahl der beiden Plattformen.
