So entsteht Ihr Corporate Design Schritt für Schritt (Teil sechs von sechs) Digital und am besten genial

So weit sind wir gekommen: Im letzten Beitrag habe ich die Printprodukte des Corporate Designs (CD) für bowl kuchl erstellt. Dabei ging es auch darum, die passende Druckerei zu finden.

Und was folgt nun? Im sechsten und letzten Teil meiner CD-Serie dreht sich alles um die digitalen Kommunikationsmittel. Digitale Bestandteile eines CDs sind etwa: Präsentationsvorlagen, E-Mail-Signaturen, Newsletter, Webseiten, Social-Media-Auftritte und digitale Werbeanzeigen – alles, was man am Bildschirm anschauen kann.

Präsentationsvorlagen – auch ein Fall für den Profi

Präsentationsvorlagen dienen in vielen Unternehmen oft internen Zwecken, z. B. um die strategische Ausrichtung oder Ergebnisse ansprechend und informativ darzustellen. Auch findet dieses Format für Business Pläne in sogenannten Pitch-Deck-Vorlagen Anwendung.

Zwingend ist, dass Präsentationen insbesondere bei wichtigen Maßnahmen, Vorträgen und Ähnlichem, sprich in der Öffentlichkeit, professionell wirken. Optisch gestaltet man sie im Rahmen des CDs, inhaltlich sollte der Verfasser einen roten Faden einhalten.

Üblich ist, die Vorlagen in Powerpoint oder als Google-Präsentationen zu erstellen. Darin enthalten sind unterschiedliche Seitentypen, die man je nach Bedarf verwendet.

Social Media bestmöglich nutzen

Klarer Fall: Social-Media-Kanäle sind für viele Nutzer und immer mehr Unternehmen das A und O im Internet, also spielt das CD auch hier eine immer größere Rolle. Gleich ob Facebook, Instagram etc.: Grundsätzlich sollte das CD bei folgenden Bildern über die verschiedenen Plattformen hinweg konsistent sein:

Profilbild

Als Profilbild eignet sich das Logo bzw. ein Icon – möglichst groß, damit es auch auf den kleinen Geräten direkt erkennbar ist. Steht eine Person im Vordergrund, z. B. bei Coaches, eignet sich auch ein Foto, das stilistisch zum CD passt und sich für das kleine Format eignet.

Titelbild

Das Titelbild nutzen wir, um Atmosphäre ins Profil zu bringen, Angebote oder Produkte zu kommunizieren und zu zeigen, worum es in unserem Profil geht. Auch hier lautet die Regel, die definierte Bildsprache beizubehalten. 

Feed/Posts – ähnlich, aber doch unterschiedlich

Je nach Plattform finden sich unterschiedliche Ausrichtungen. So soll bei Instagram der Feed in der Übersicht einheitlich wie aus einem Guss aussehen, bei Facebook muss das Bild zur Aktion animieren, Pinterest funktioniert mit Bildern inklusive Text. Bei allem heißt es, eine einheitliche Bildsprache zu wahren.

Webseiten – meistens mehr als virtuelle Visitenkarten

Eine Webseite kann von der digitalen Form einer Visitenkarte bis zu einer umfangreichen Broschüre reichen, ein- oder mehrsprachig sein, aus nur einer Seite oder vielen bestehen, einen integrierten Shop bieten, hauptsächlich Bilder darstellen oder mehr auf Text setzen.

Das Projekt, eine Webseite zu erarbeiten, ist so individuell wie sein Initiator, allen Vorhaben ist aber eines gemeinsam: Eine Webseite muss zum Erscheinungsbild des Unternehmens passen – also auch bei Ihrem Business, denken Sie an die Einheitlichkeit und die Wettbewerbsvorteile.

Am Beispiel bowl kuchl schildere ich, wie ich bei den Projekten vorgehe. Im Groben sind es fünf Phasen:

  1. (Anforderungs-)Analyse mit Klärung der Zielsetzung, Wettbewerbsanalyse und Keywordrecherche
  2. Konzeption
  3. Design
  4. Umsetzung
  5. Übergabe

Wo wollen wir hin?

Vor Beginn des Projekts heißt es, die Zielsetzung und Eckdaten bestimmen.
Zu unserem Beispielszenario: Für die Webseite von bowl kuchl soll „weniger ist mehr“ gelten, sie soll nur die wichtigsten Informationen enthalten und andere Kommunikationsmaßnahmen ergänzen.

Folgende Inhalte sind gewünscht: Speise- und Getränkekarte, Hintergrundinformationen zum Unternehmen, zur Philosophie und zu den verwendeten Produkten, Öffnungszeiten, Anfahrt, Kontakt
Vorerst lautet das Ziel nicht, über SEO/SEA Kunden zu gewinnen.

Was macht der Wettbewerb?

In der Wettbewerbsanalyse nehme ich strukturiert die Konkurrenz unter die Lupe. Für bowl kuchl habe ich Online-Auftritte bayerischer Restaurants sowie von Bowl-Restaurants, ausgefallenen sowie nachhaltigen Restaurants angesehen und bewertet. Dabei habe ich Struktur, Inhalte sowie Texte, positiv wirkende Webseiten sowie Ideen zusammen mit den Ergebnissen festgehalten. Auffällig sind viele weniger gute Seiten, viele Onepager; gut auffindbare Webseiten überzeugen hingegen durch viel Content und belegen erste Positionen von Restaurantübersichtsseiten.

Wie lauten die Keywords?

Mithilfe des Google-Keywordplanners habe ich nach unterschiedlichen Keywords rund um die Themen Restaurants allgemein, bayerische Restaurants und Bowl-Restaurants in München gesucht. Die Daten übernehme ich in eine bereinigte Excel-Datei. 

Bisher gibt es diesen Restauranttyp noch nicht, daher treten auch keine exakt zutreffenden Suchbegriffe auf, sondern das Resultat ist eher generisch. Da SEO-Optimierung nicht das Ziel für unseren Beispielkunden ist, gliedere ich die Webseite thematisch logisch und richte die Startseite auf das Keyword „ausgefallenes Restaurant München“ aus.

Konzeption

In der Konzeption definiere ich zuerst anhand der bisherigen Erkenntnisse, welche Webseiten es gibt, wie sie heißen, ob und wie sie in der URL zu finden sind, sowie für einige Seiten die Keywords. Das sieht dann so aus:

Anschließend skizziere ich die Struktur der jeweiligen (Unter-)Seiten mithilfe von Wireframes, bei großen Projekten folgt ein Klickdummy, der die Klickpfade und damit die Nutzerführung simuliert. Im Fall von bowl kuchl entfällt letzterer Schritt.

Design

Bevor ich es am Computer gestalte, skizziere ich das Design der Webseiten wie auch beim Logo zuerst von Hand. Erst wenn ich mich bzw. der Kunde sich für einen der Entwürfe entschieden habe/hat, setze ich diesen am Computer um. So entsteht Element für Element, und die Seite sieht dann schon nahezu aus wie später umgesetzt.

Viele Nutzer bevorzugen ihr Smartphone: Bei der Gestaltung muss man deshalb beachten, dass inzwischen mindestens die Hälfte des Traffics über Mobilgeräte kommt. Die Anforderungen an die Gestaltung der mobilen Version sind anders als die am Desktop. Es dürfen allerdings keine Informationen einfach wegfallen, wie es eine Zeit lang üblich war. Mittlerweile indexiert Google vorrangig die mobilen Seiten. Fehlen Inhalte, schadet dies dem Ranking. Besser ist es, die Gestaltung klar und übersichtlich zu halten.

Umsetzung

Nachdem Struktur und Design final sind, geht es an die Umsetzung. Bei kleinen Projekten wie diesem arbeite ich „auf eigene Faust“ im WordPress-System. Bei komplexeren Projekten binde ich Entwickler mit ein.

Grundlage für die Implementierung ist eine Domain sowie Webspace. Nachdem das System (WordPress) installiert ist, lege ich die zuvor definierten Seiten an, setze die Navigation und den Footer um. Außerdem verwende ich die fürs CD definierten Schriften und Farben und setze nach und nach die Seiten entsprechend des Designs um. Für die finale Webseite brauche ich Texte und Bilder, die in der Regel der Kunde liefert.

In puncto Texten arbeite ich gerne mit mir bekannten, erfahrenen Textern zusammen. Da die Webseite meist von den passenden Bildern lebt, empfehle ich, auf eigenes, hochwertiges Bildmaterial zurückzugreifen. Falls dieser Punkt bei dir Fehlanzeige ist, kann ich auch dies gerne übernehmen – je nach Thema selbst oder durch Fotografen aus meinem Umkreis.

Steht und passt die Umsetzung für Desktop-Computer, optimiere ich die Inhalte optisch auf Tablets und Mobilgeräte, damit alles komplett „responsive“ ist.

Abschließend folgt der letzte Feinschliff: beispielsweise technische Anpassungen, damit die Seite DSGVO konform ist, Anpassungen zur SEO-Optimierung und Informationen im Hintergrund, damit auch beim Teilen der Inhalte die gewünschten Inhalte angezeigt werden. Daraufhin teste ich die Seite auf unterschiedlichen Mobilgeräten, Tablets, Laptops und großen Bildschirmen, damit bei jeder Größe das optimale Ergebnis zu sehen ist.

Sicher ist sicher: Besonders wichtig ist mir auch, dass die Webseite des Kunden geschützt ist. Daher treffe ich standardmäßig Vorkehrungen, um Hackerangriffe zu vermeiden und im Falle einer gehackten Seite diese wiederherstellen zu können.

Ist die Webseite fertig, nehme ich den Passwortschutz heraus, und das Ganze ist somit online. Um zu sehen, ob und wie alles funktioniert, empfehle ich, Google Analytics sowie die Search Console zu nutzen. Die entsprechenden Zugänge und Verknüpfungen lege ich mit an.

Übergabe – der große Moment

Dann ist meine Arbeit zumindest bis zur Übergabe getan, und es kommt der große Moment: Der Kunde übernimmt seine Webseite – also auch Sie, falls Sie mit mir zusammenarbeiten. Dazu gebe ich Ihnen ein Handout mit allen benötigten Zugängen und Anleitungen. Zudem können Sie eine Schulung in Anspruch nehmen, damit Sie in der Lage sind, selbst Änderungen vorzunehmen – auch dabei stehe ich Ihnen zur Seite.

Fast wie beim Auto – nicht zu vernachlässigen ist die Wartung: Es müssen regelmäßig Updates erfolgen, und die Webseite muss getestet werden. Lassen Sie Updates weg, kann dies zu einer Sicherheitslücke führen.

Wie läufts? Jetzt gilt es, die Webseite zu beobachten und mit der Zeit zu verbessern. Dies können Sie bezogen auf die Position bei Google oder mit Hinblick auf die Absprung- bzw. Klickraten auf der Seite handhaben.

Auf Wunsch kann ich Ihnen auch automatisch Google Analytics Reports erstellen oder Sie in der Bedienung schulen.

Schauen Sie sich ein weiteres Bild des Designs für bowl kuchl an:

 

Lesen Sie weiter:

Teil 1: Strategie & Konzeption

Teil 2: Logo Erstellung

Teil 3: Farben, Schriften und Bilder

Teil 4: Logo Reinzeichnung

Teil 5: Print Produkte

Teil 6: aktueller Beitrag

1 Kommentar zu „So entsteht Ihr Corporate Design Schritt für Schritt (Teil sechs von sechs) Digital und am besten genial“

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Hallo und herzlich willkommen! 

Ich bin Anna, Gründerin und Inhaberin von lia design. Gründer, Selbstständige und kleine Unternehmen unterstütze ich auf dem Weg zum eigenen und einzigartigen Erscheinungsbild für ihr Unternehmen, dem Corporate Design. Zu meinen Leistungen gehören unter anderem das Design von Logos, Visitenkarten sowie Konzept, Design und Umsetzung von Websites.

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